Allgemein

Lebensmittelpakete zu Weihnachten

Im Moment versuchen wir herauszufinden, wer unsere Hilfe dringend braucht. Deshalb sprechen wir mit Sozialämtern, Ortsvorstehern und christlichen Gemeinden.

Sie haben nun die Chance, sich an unserer Schenk-Aktion ganz praktisch zu beteiligen. Stellen Sie einfach ein Lebensmittelpaket
nach der unten angegebenen Liste zusammen. Ihr Paket wird von unseren Helfern persönlich an die Menschen in Bosnien übergeben.
Bitte achten Sie beim Packen genau auf die folgende Liste:

Die Preise stammen von der Handelskette ALDI. Natürlich können Sie die Artikel auch bei anderen Anbietern besorgen. Sie haben zwei Möglichkeiten, armen Familien mit einem Lebensmittelpaket eine Freude zu bereiten: Sie können die Lebensmittel selbst einkaufen. Wenn Sie in einem Postleitzahlengebiet wohnen, das mit 7, 8, oder 9 anfängt, holen wir gerne Ihr Lebensmittelpaket ab. Schicken Sie uns eine Karte mit Ihrer Adresse und Ihrer Telefonnummer oder rufen Sie uns an unter der Rufnummer 07348/948101. Damit sich dieser Aufwand lohnt, wäre es gut, wenn Sie auch Freunde und Bekannte für diese Aktion gewinnen könnten. Um das Abholen zu koordinieren, sind wir darauf angewiesen, dass Sie uns bitte frühzeitig benachrichtigen, wenn Sie ein Paket packen. Sie können die Weihnachtspaketaktion auch durch eine Überweisung von 23 Euro pro Paket unterstützen. Vermerken Sie das Stichwort „Weihnachtspakete“ oder Projektnummer 3250 auf Ihrer Überweisung. Die Mitarbeiter von Brot des Lebens kaufen dann die Lebensmittel ein und verpacken diese.

Wichtig:
Die Pakete müssen bis spätestens 15. November 2019 bereit sein zum Abholen. Da die Lebensmittel von uns direkt an die hilfsbedürftigen Familien verteilt werden, ist jeglicher Missbrauch ausgeschlossen. Ein Team freiwilliger Helfer wird ca. 14 Tage in Bosnien und Serbien bleiben, bis alle Familien- und Kinderpäckchen verteilt sind.

Auf was Sie beim Packen achten sollten:
Unsere Weihnachtspakete werden einheitlich verpackt. Von einer Firma haben wir Kartons gleicher Größe gekauft. Falls Sie in der Nähe von Ulm wohnen und mehrere Pakete machen möchten, werden wir Ihnen gerne diese Kartons zukommen lassen. Falls das nicht möglich ist, werden unsere ehrenamtlichen Helfer Ihr Paket umpacken, wenn es bei uns in Bernstadt ankommt. Für Sie heißt das: Packen Sie die gekauften Lebensmittel in einen beliebigen Karton – am besten in einen Bananenkarton. Bitte lassen Sie ihn oben offen.

Falls Sie die „Normalkartons“ von Brot des Lebens verwenden, wäre es gut, diese schon zu verschließen und zu verkleben. Die obere Seite beschriften Sie bitte mit „oben“, um Transportschäden zu vermeiden. Das Speiseöl sollte aufrecht stehend verpackt werden.
Kaufen Sie die Lebensmittel erst kurz vor dem Verpacken (erste Novemberwoche) und achten Sie darauf, dass als Haltbarkeitsdatum
mindestens „Mitte Januar 2020“ angegeben ist, um unnötige Schwierigkeiten beim Zoll zu vermeiden. Das gilt besonders für Margarine, die für viele arme Familien die einzige im ganzen Jahr ist, da sie sich sonst keineleisten können.
Das „Transportgeld“ (5 Euro pro Paket) bitte nicht in das Paket legen, sondern zusammen mit dem Spendenabschnitt (umseitig) dem Abholer mitgeben. Packen Sie keine Artikel ein, die nicht auf der Inhaltsliste stehen. Brot des Lebens könnte sonst große Probleme am Zoll bekommen.
Trotzdem gibt es immer wieder unvorhersehbare Herausforderungen zu bewältigen, nicht zuletzt die winterlichen Straßenverhältnisse. Deshalb sind wir dankbar für alle Menschen, die für die Verteilaktion beten. Im Namen aller armen Familien in Bosnien- Herzegowina und Serbien bedankt sich Brot des Lebens bei Ihnen! Wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute!

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Zu Weihnachten Freude schenken


Wir fahren mit unserem LKW durch schlammige Straßen, über vereiste Pisten hinauf in die bosnischen Berge, in Dörfer und Stadtviertel – dorthin, wo normalerweise niemand hinfährt. Dort öffnen wir unsere Laderampe. Menschen, alte und junge, drängen sich um uns, strecken ihre Hände aus und wir geben. Ich erinnere mich an eine alte Frau mit Kopftuch und Arbeitskittel. Sie war langsam mit ihrer Schubkarre den weiten Weg zwischen den Feldern heraufgekommen. Jetzt saß sie halb darauf, rieb ihre abgearbeiteten, knotigen Hände und ruhte sich aus, bis wir ihren Namen aufriefen. Und endlich stellten Johannes und Uli, zwei unserer Fahrer, das Lebensmittelpaket in ihren Karren. Sie lächelte, drückte wortlos unseren Männern die Hand und machte sich auf den Heimweg. Später fuhren wir an ihr vorbei – ich sehe sie noch vor mir, wie sie uns freundlich winkt.

Das ist Weihnachten: Schenken, um Leben zu empfangen. Wir, indem wir schenken, und die Frau, indem sie unser Geschenk annimmt.

Feuer macht Pastor obdachlos

Während Ionica Calin in der Kirche war, brannte sein Haus fast völlig ab. Die Ursache ist unbekannt. Ionica Calin ist Pastor und arbeitet seit 30 Jahren unter Romas. Er spricht mit vielen über Jesus und erzählt ihnen von seiner Hoffnung auf Gott.
Einige seiner 15 Kinder sind auch Pastoren geworden. Über Jahrzehnte bemühte er sich um die Anerkennung seiner Gemeinde bei den rumänischen Behörden. Ionica Calin ist Präsident einer evangelischen Roma-Gemeindebewegung. Nun hat seine Gemeinde endlich einen offiziellen Status erhalten und seine Roma-Gemeinde ist bei den rumänischen Behörden anerkannt und registriert.
Dass Pastor Calins Haus abbrannte, ist ein Schlag für ihn. Leider gelang es der Feuerwehr erst, das Feuer zu löschen, als die erste Etage seines Hauses bereit abgebrannt war.
Wir möchten Pastor Ionica Calin dabei unterstützen, sein Haus wieder aufzubauen – bitte helfen Sie mit Ihren Spenden. Immer wieder werden ähnliche Nöte an uns herangetragen mit der Bitte um Hilfe – deshalb sind wir über alle Spenden glücklich und dankbar! Alle Mittel, die Sie, liebe Spender uns anvertrauen, werden wir dort einsetzten, wo die Hilfe am dringendsten nötig ist, beten Sie gemeinsam mit uns um Gottes Führung darin.

Brandhilfe Projektnummer: 10-3360

Verteilung von 10.000 Bibeln in Rumänien

Danke, dass Sie sich für „Brot des Lebens“ und unsere Projekte interessieren. Unser Name ist Programm – was heißt das? Wir helfen hungernden Menschen. Familien, Kindern, Alten und kranken Menschen. Personen, die in Not sind, weil sie unter sehr schwierigen Bedingungen leben müssen.
Es sind Menschen, die oft weniger als einen Euro pro Tag zum Leben haben – sie leben unter der sogenannten „Armutsgrenze“. Oft führen diese Situationen die Betroffenen in Depressionen. Die Ausweglosigkeit ihrer Lage, nimmt ihnen jede Kraft und den Antrieb ihr Leben anzupacken.
Wir handeln aus Nächstenliebe heraus, motiviert durch den Geber des Lebens: Jesus Christus. Er sagt von sich: „Ich bin das Brot des Lebens.“
Wer mit Jesus in Berührung kommt, wird von seiner Liebe berührt und empfängt Hoffnung.

So wie Gheorge Rudar. Er hatte am 13. Dezember 2018 einen schweren Unfall. Er war zusammen mit seinem Freund mit dem Pferdefuhrwerk auf der Dorfstraße unterwegs. Ein LKW, hoch mit Holz beladen, fuhr ungebremst in Gheorges Fuhrwerk. Dabei kamen sein Freund, sowie beide Pferde ums Leben. Gheorge Rudar wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, er hatte mehrere Brüche und innere Blutungen, doch er kam mit dem Leben davon.
Wir besuchten ihn und boten ihm eine Bibel an, die er im Krankenhaus zum ersten Mal las. Das Wort Gottes begann seine inneren Wunden zu heilen. Gheorge Rudar kam als völlig neuer Mensch nach Hause. Seine beiden erwachsenen Kinder staunen, wie positiv sich ihr Vater durch das Evangelium von Jesus Christus verändert hat und haben auch begonnen, die Bibel zu lesen.

Damit noch mehr Menschen Gottes Wort lesen können, wollen wir in Rumänien, Armenien und anderen Ländern, wo wie tätig sind, Tausende Bibeln, Neue Testamente, Kinder- und Teenegerbibeln besorgen und verteilen. In den Ländern, in denen es uns möglich ist und es finanziell günstig ist, möchten wir die Bibeln drucken lassen, in anderen Ländern werden wir sie dort kaufen und in einem Land bekommen wir die Kinderbibel vorerst kostenlos.
Wir tun dies, denn wir erinnern uns an Jesu Worte: „Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann.“ (Joh. 9,4).
Danke, dass Sie im Gebet hinter dieser Saat stehen und uns, wie es Ihnen möglich ist, auch finanziell dabei unterstützen, die Bibeln zu kaufen.

Projektnummer:
5100 Kinderbibeln, Teenegerbibeln
5200 Bibel oder Neue Testamente

Frühling ist Zeit um zu Säen und Bäume zu setzten

Lisa wohnt mit ihrem Mann und den Kindern in einem armenischen Dorf, einige Kilometer außerhalb von Vanadzor. Wir bringen ihr und 30 weiteren Familien Setzkartoffeln und Gerstensamen. Voller Freude empfängt Lisa uns. Jetzt kann sie Kartoffeln setzen und das Getreide säen und im Herbst wird ihre Familie die Ernte einbringen und im Winter versorgt sein. Hier im Dorf hat niemand Arbeit, auch Lisas Mann nicht. Die meisten Familien in den armenischen Dörfern leben von der Landwirtschaft, seit die Sowjetkolchosen geschlossen haben.
Obwohl die Menschen sehr arm sind, sind sie fröhlich und zuversichtlich – aus dem Wenigen was sie haben, machen sie was sie können und setzten ihre Hoffnung auf Gott und seine Hilfe. Deshalb sind sie für jedes kleine Geschenk dankbar.
Wir unterstützen diese Familien in dem wir ihnen im Frühjahr Samen, Setzlinge und Küken geben. 20 Familien haben wir Apfel- und Birnbaumsetzlinge gegeben. In einigen Wochen möchten wir ihnen Tomaten-, Gurken- und Auberginensetzlinge bringen. Damit haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht. Die Starthilfe in den Frühling kam bei den Familien sehr gut an und half ihnen ihr Land zu bebauen und eine gute Ernte zu haben.

Mehl für Roma-Familien

Wir biegen in eine Seitenstraße ein und passieren bunt gestrichene Häuser. Hier geht eine Frau und zieht einen Wasserkanister, dort kommt uns ein Mann entgegen, auf einem Karren hat er Altpapier gestapelt. Wir befinden uns in Lescovac, in dem Stadtviertel, in dem ausschließlich Roma-Familien wohnen.
Heute verteilen wir hier an bedürftige Familien jeweils 25 Kilo Mehl. Eine Truppe Männer helfen die Säcke zu schleppen und regeln die Verteilung. Schon in der Woche zuvor haben sie die Familien informiert und ihnen „Gutscheine“ verteilt. So wird sichergestellt, dass das Mehl gerecht verteilt wird. In der Pause erfahren wir von den Männern, wie schwer es die Menschen hier haben, eine Arbeit zu finden. Nachdem wir fertig sind, kommt ein Mann, der alle leeren Kartons mitnimmt – er verdient sein Geld, indem er Altpapier sammelt und verkauft.
Dann besuchen wir die Hütten hinter den ordentlichen Häusern. Hier leben die Familien, für die das Mehl bestimmt ist. In heruntergekommenen, muffigen Räumen wohnen Eltern mit mehreren Kindern auf engstem Raum zusammen. Ein Vater hat ein Pferd und einen Wagen, damit transportiert er Holz und versucht so etwas Geld zu verdienen.
Das Frühjahr ist eine schwierige Zeit für die Menschen hier – so lange, bis es bei den umliegenden Bauern wieder Arbeit für Tagelöhner gibt. Deshalb unterstützen wir arme Familien in Serbien, sowie in Bosnien mit 25 Kilo Mehl – Danke für Ihre Spenden.

Wasseranschluss und Waschmaschine für Patruta

Patruta Kara hat sechs Kinder und für alle muss sie die Wäsche von Hand waschen. Unser Mitarbeiter in Rumänien, der regelmäßig bei Patruta Kara und ihrer Familie vorbeikommt, schreibt uns: „Es ist ein Elend, wenn eine Frau ein Leben lang von Hand die Wäsche waschen muss, noch dazu, wenn sie so viele Kinder hat!“
Aber nicht nur das, sondern Mama Patruta muss das Wasser jeden Tag von einem öffentlichen Brunnen holen. Im Winter ist die Leitung manchmal tagelang zugefroren, und dann muss sie zu ihren Nachbarn gehen und dort das Wasser holen.
Wir möchten Familie Kara einen Wasseranschluss ins Haus legen und ihr eine Waschmaschine kaufen. Da Patruta Kara als Tagelöhner arbeitet, konnte die Familie bisher nicht so viel Geld beiseite legen, dass sie selbst für diesen Anschluss und die Maschine hätten aufkommen können.
Bitte unterstützen Sie Familie Kara mit 300 Euro für eine Waschmaschine und den nötigen Wasseranschluss. Herzlichen Dank im Voraus!

Eine Waschmaschine für Anisoara – Mutter soll nie mehr von Hand waschen müssen

Anisoara Octavian hat drei Töchter. Jeden Tag wäscht sie ihre Wäsche von Hand. Ihre Kinder konnten im Winter nur schwer ihre Hausaufgaben erledigen, weil es im Haus kein Strom und damit auch kein gutes Licht gab. Dank der Unterstützung von Brot des Lebens haben sie nun Strom in ihrem kleinen Haus. Der Vater, Pavel Octavian, hat bei der Verlegung mitgeholfen. Alle freuen sich über diesen Fortschritt, denn nun können sie auch einen Kühlschrank und eine Waschmaschine bekommen, worüber sich Mutter Anisoara besonders freut, musste sie doch die ganze Wäsche für die fünfköpfige Familie bisher von Hand waschen.
Vater Pavel Octavian ist ebenfalls glücklich, dass es seiner Familie etwas besser geht. Und er bedankt sich sehr herzlich bei den Spendern von Brot des Lebens!

Allg. Familienhilfe, Projekt: 300

Strom für Familie Kara

In dem rumänischen Dorf Vama Buzaului trafen wir Gheorge Kara jedes Mal bedrückt und verzweifelt an. Gheorge hat sieben Kinder. Oft hatte die Familie nicht genug zu Essen und die Kinder im Teenageralter hungerten. Der Vater arbeitet als Tagelöhner auf dem Bau und verdient sehr wenig. Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass Familie Kara jeden Tag ein Brot beim Bäcker bekommt. Diesen täglichen Brotlaib für zehn Familien in Vama Buzaului konnten wir durch Spenden bezahlen. Im Winter gab es für Gheorge, wie für viele andere Familienväter, nur schwer Arbeit zu finden. Jetzt freut er sich auf den Frühling und hofft, dass es besser wird.
Das Leben in der Hütte der Karas ist generell schwer – sie haben keinen Strom, mit dem sie Licht machen oder eine Waschmaschine betreiben könnten. Aber einen Stromanschluss kann Gheorge sich auf keinen Fall leisten. Ein Stromanschluss zu verlegen, kostet pro Haus 1000 Euro. Damit wäre der Familie sehr geholfen, damit die Kinder auch abends ihre Hausaufgaben machen können und das Leben im Haus in vielen Bereichen einfacher wird.
Wir bedanken uns für jede Hilfe für die Familien in Vama Buzaului.

Kühe für armenischen Bergbauern

Agaja Mazmanian wohnt mit seiner Frau und den drei Kindern in einem Dorf in Nordarmenien. Ihr Zuhause ist ein Blechwagen, daneben ein kleiner Stall und ein Garten, in dem sie Kartoffeln und Gemüse anbauen. Agaja ist überglücklich, dass er jetzt eine Kuh einstellen kann, die wir ihm vor einigen Tagen gegeben haben. Diese Kuh wird Familie Mazmanian sehr helfen. Jetzt haben die Kinder jeden Tag Milch zu trinken, sie können Butter, Käse und Joghurt herstellen und wenn etwas davon übrig ist, die Milchprodukte verkaufen.
Agaja konnte bisher nur ab und zu bei benachbarten Bauern Gelegenheitsjobs übernehmen. Einem Nachbarn auf dem Feld oder bei Bauarbeiten zu helfen, das war für ihn die einzige Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen. Nur selten konnte er sich von dem Geld Milch oder Butter für seine Kinder leisten. Mit dieser Kuh kann er seine Familie selbst versorgen und auch etwas dazuverdienen. Die Versorgung der Kuh motiviert ihn und gibt ihm darüber hinaus eine neue Zukunftsperspektive. Agaja Mazmanian bedankt sich ganz herzlich bei Ihnen für seine Kuh – er freut sich, nun auch ein echter armenischer Bauer zu sein.
Eine Kuh in Armenien kostet zwischen 800 und 1000 Euro. Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende, damit noch mehr Familien eine Kuh bekommen und sie Selbstversorger werden können.

Projektnummer: 70-3510

Weihnachtsfreude für Waisenkinder und Witwen in Nordirak

Es ist bereits dunkel, doch trotzdem klopfen wir vehement an die Tür von Frau V.* Im Flur brennt noch ein kleines Licht. Wird die Witwe uns öffnen, damit wir ihr die versprochene Hilfe übergeben können?

2014 hat der Islamische Staat die Provinz Ninive im Nordwesten des Irak eingenommen. Assyrische und chaldäische Christen, Jessiden und Muslime sind damals vor der Gewalt, den Plünderungen und dem Tod geflohen. Die Menschen hatten gezwungenermaßen alles, was sie hatten, zurücklassen müssen. Sie sind aus historisch christlich geprägten Ortschaften wie Karakosch, Karemles und Bartula nach Erbil geflohen. Die Zahl der Einwohner von Erbil im christlichen Stadtteil Ankawa wuchs innerhalb weniger Monate von fünfzig auf hunderttausend Menschen an. Die Kirchen taten während dieser Zeit ihr Bestes, um den Geflüchteten zu helfen. So kamen auf dem Gelände der Mar Elias Kirche, auf dem sich eine Gedenkstätte für den alttestamentlichen Propheten Elias befindet, 1000 Menschen in Zelten unter. Viele lebten dort über zwei Jahre nicht wissend, ob der IS auch Erbil einnehmen würde und ob sie je wieder in ihre Häuser, Dörfer, in ihr normales Leben zurückkehren würden können.

An diesem lauen Abend im November 2018 weht der Wind ein paar Plastikfetzen über den Mar-Elias Platz. Die Flüchtlingsunterkünfte und Zelte sind verschwunden. Wir sehen uns die Elias-Gedenkstätte an, zünden Kerzen an und sind einfach nur dankbar, dass der Platz leer und der schwarze Albtraum zurückgedrängt ist.
Gleich gegenüber sitzt an diesem Spätherbstabend die Witwe S. mit ihren drei Töchtern, der hübschen Sara* (19 Jahre), der 24-jährigen Rina* im Rollstuhl und der 22-jährigen Sefda*, die ihren Säugling im Arm wiegt. Wir kommen ins Gespräch und hören von einem Leben in der Sackgasse seit der IS Herr V.* getötet und die Töchter zu Waisen gemacht hat.
Sie waren Hals über Kopf aus Karakosch geflohen und hatten damals dann in einem Zelt auf diesem Platz Unterschlupf gefunden, froh, dem Grauen entronnen zu sein. Da Rina spastisch gelähmt ist, bekam die Witwe S. für sich und ihre Töchter bald eine kleine Wohnung gegenüber dem Elias-Platz zugewiesen.
Doch die Sorge um die Zukunft ihrer Töchter treibt Frau V. um. Rina erhält in Ankawa regelmäßig Physiotherapie und wird hier medizinisch versorgt. Doch Sara möchte gerne studieren, was sie nur zu Hause in Karakosch kann. Ihr Zuhause ist wieder beziehbar, aber über eine Stunde Autofahrt und zahlreiche Kontrollstellen von Milizen liegen zwischen der ärztlichen Versorgung und der Hochschule. Doch Pendeln kommt nicht in Frage, das ist zu teuer und für ein Mädchen zu gefährlich. Also stehen sie vor der Wahl, entweder nach Hause zurückzukehren, damit Sara studieren kann, oder in Ankawa in der kleinen, teuren Mietwohnung zu bleiben, damit Rina medizinisch versorgt werden kann. Über ein Einkommen verfügen die Frauen nicht, sie sind auf die Hilfe von anderen Christen, von der Kirche, von wohlmeinenden Menschen angewiesen.
Die vier Frauen sind in einer besonders schwierigen Situation. Schon Männer bekommen in der viel zu schnell gewachsenen, von Inlandsflüchtlingen überschwemmten Metropole nur schwer eine Arbeitsstelle. Finden sie Arbeit, ist sie oft unterbezahlt. Selbst gut ausgebildete Lehrer haben oft noch einen zweiten Job wie zum Beispiel als Taxifahrer, um ihre Familie versorgen zu können. In der irakischen Gesellschaft versorgen Frauen in der Regel Mann, Kinder und das Haus, einer bezahlten Arbeit nachzugehen ist für Frauen zurzeit eher schwierig.

Brot des Lebens möchte sich für Witwen und Waisenkinder einsetzen, die vom Islamischen Staat vertrieben wurden. Wir möchten den verfolgten und unterdrückten Christen im Nordirak zur Seite stehen.

Wenn Sie eine Patenschaft für eine christliche Familie wie Witwe S. und ihre Töchter übernehmen möchten, melden Sie sich bei uns. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und vermitteln Ihnen eine Patenschaft im Irak.

Winterhilfe für Greta – Holz und Decken für Familien

Armenien. Tag für Tag wartet Greta, dass ihr Mann aus Russland Geld schickt. Sie bettelt bei ihrem Vermieter um Aufschub der Mietzahlung. Doch ihr Mann Geld schickt kein Geld und so ist die Geduld ihres Vermieters irgendwann zu Ende und Greta der Verzweiflung nahe. Es kommt der Tag, da steht sie mit ihren vier Kindern auf der Straße. Irgendjemand erzählt ihr, dass im Blechwagendorf am Stadtrand von Vanadzor ein Wohncontainer frei geworden ist. Um wenigstens ein Dach über dem Kopf zu haben, geht sie mit ihren Kindern dorthin. Der Container hat nur einen kleinen Blechofen, den sie mit Holz befeuern muss, damit sie kochen kann und ihre Kinder es warm haben. Geht das Feuer aus, wird es rasch sehr kalt in der kleinen Hütte. Greta und ihre Kinder versuchen im Wald etwas Holz zu sammeln, aber es ist viel zu wenig, um ihre Behausung den ganzen Tag warm zu halten. Greta spart sich das Essen vom Mund ab und versucht stark zu sein für ihre Kinder. Nachts liegt sie dicht gedrängt mit ihren Kindern, sie versuchen sich gegenseitig warm zu halten. Stundenlang ist sie wach, sie kann nicht schlafen vor Kälte und Sorgen. Wie soll es weitergehen?
Das alles war vor vier Jahren. Als Greta Aslikian damals ins „Karadok“, das Dörfchen einzog, bat sie Brot des Lebens um ein Lebensmittelpaket. Ihr Mann Artur war kurz darauf mit leeren Händen aus Russland zu seiner Familie zurückgekehrt. Niemand hatte dem Handwerker Arbeit und Lohn gegeben. Im Sommer kann er manchmal auf einer Baustelle arbeiten, aber im Winter gibt es keine Arbeit. Unsere Mitarbeiterin Karina Katchatrian lud Greta zum Frauenbibelkreis ein. „Greta glaubte nicht an Gott. Sie war völlig verzweifelt. Dank den Spendern in Deutschland konnten wir Greta jeden Monat ein Lebensmittelpaket geben. Jetzt hat sie wenigstens jeden Monat Nudeln, Reis, Öl, Zucker und Waschmittel für ihre Kinder. Diesen Winter ist es wie fast jedes Jahr hier wieder sehr kalt. Wir hatten Nächte mit 25 Grad minus – die Kälte für die Menschen im Containerdorf ist schlimm. Viele sind krank geworden. Wir haben an über 100 Familien Holz und an bedürftige Familien Decken ausgegeben. Familie Aslikian hat unsre Hilfe das Leben gerettet.“

Dick angezogen sitzt Greta mit einigen anderen Frauen im „Kirchen-Container“ wie sie ihn nennen und gemeinsam singen sie zu Gott. Er ist für viele hier die einzige Hoffnung geworden. Sie mussten erleben, dass Menschen nicht helfen können. Greta lies sich von Karina Katchatrian in die Kirche einladen. Keinen Sonntag fehlt sie mehr dort. Sie hat begonnen zu beten und erlebt, wie Gott ihre Gebete erhört. Dass sie von Brot des Lebens unterstützt wird, sieht sie als Hilfe von Gott an.
Ihren 8-jährigen Wresch Aslikian konnte Brot des Lebens als Patenkind vermitteln. Für Lebensmittel, Holz und Decken bedanken sich Greta und Artur Aslikian von Herzen bei unseren Spendern: „Wir waren am Ende und jetzt sind wir voller Hoffnung, dass alles gut wird. Gott segne Sie – vielen Dank!“