Allgemein

Weihnachtsgeschenke für Kinder im Irak

Seit gut einem Jahr ist der IS weitgehend zurückgedrängt. Doch noch herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Straßen sind unsicher, die Infrastruktur fragil. Die Christen fragen sich nur eines: Werden wir hier eine Zukunft haben?
Es gibt unzählige schwer bewachte Kontrollpunkte von den verschiedensten kurdischen und islamistischen Milizen. Deshalb sind die meisten irakischen Christen ausgewandert. Sie möchten, dass ihre Kinder eine Zukunft und Hoffnung haben.

Doch es gibt im Irak noch knapp ein Prozent Christen. Familien, die sich entschieden haben, in ihrer Heimat zu bleiben. Wir möchten 1000 Kindern aus christlichen Familien im Nordirak ein Weihnachtsgeschenk machen.
Sie gehören zu unterschiedlichen Gemeinden, die für diese Kinder eine Weihnachtsfeier durchführen und wir möchten die Geschenke dazu beisteuern.

Weihnachtsfreude für Waisenkinder und Witwen in Nordirak

Es ist bereits dunkel, doch trotzdem klopfen wir vehement an die Tür von Frau V.* Im Flur brennt noch ein kleines Licht. Wird die Witwe uns öffnen, damit wir ihr die versprochene Hilfe übergeben können?

2014 hat der Islamische Staat die Provinz Ninive im Nordwesten des Irak eingenommen. Assyrische und chaldäische Christen, Jessiden und Muslime sind damals vor der Gewalt, den Plünderungen und dem Tod geflohen. Die Menschen hatten gezwungenermaßen alles, was sie hatten, zurücklassen müssen. Sie sind aus historisch christlich geprägten Ortschaften wie Karakosch, Karemles und Bartula nach Erbil geflohen. Die Zahl der Einwohner von Erbil im christlichen Stadtteil Ankawa wuchs innerhalb weniger Monate von fünfzig auf hunderttausend Menschen an. Die Kirchen taten während dieser Zeit ihr Bestes, um den Geflüchteten zu helfen. So kamen auf dem Gelände der Mar Elias Kirche, auf dem sich eine Gedenkstätte für den alttestamentlichen Propheten Elias befindet, 1000 Menschen in Zelten unter. Viele lebten dort über zwei Jahre nicht wissend, ob der IS auch Erbil einnehmen würde und ob sie je wieder in ihre Häuser, Dörfer, in ihr normales Leben zurückkehren würden können.

An diesem lauen Abend im November 2018 weht der Wind ein paar Plastikfetzen über den Mar-Elias Platz. Die Flüchtlingsunterkünfte und Zelte sind verschwunden. Wir sehen uns die Elias-Gedenkstätte an, zünden Kerzen an und sind einfach nur dankbar, dass der Platz leer und der schwarze Albtraum zurückgedrängt ist.
Gleich gegenüber sitzt an diesem Spätherbstabend die Witwe S. mit ihren drei Töchtern, der hübschen Sara* (19 Jahre), der 24-jährigen Rina* im Rollstuhl und der 22-jährigen Sefda*, die ihren Säugling im Arm wiegt. Wir kommen ins Gespräch und hören von einem Leben in der Sackgasse seit der IS Herr V.* getötet und die Töchter zu Waisen gemacht hat.
Sie waren Hals über Kopf aus Karakosch geflohen und hatten damals dann in einem Zelt auf diesem Platz Unterschlupf gefunden, froh, dem Grauen entronnen zu sein. Da Rina spastisch gelähmt ist, bekam die Witwe S. für sich und ihre Töchter bald eine kleine Wohnung gegenüber dem Elias-Platz zugewiesen.
Doch die Sorge um die Zukunft ihrer Töchter treibt Frau V. um. Rina erhält in Ankawa regelmäßig Physiotherapie und wird hier medizinisch versorgt. Doch Sara möchte gerne studieren, was sie nur zu Hause in Karakosch kann. Ihr Zuhause ist wieder beziehbar, aber über eine Stunde Autofahrt und zahlreiche Kontrollstellen von Milizen liegen zwischen der ärztlichen Versorgung und der Hochschule. Doch Pendeln kommt nicht in Frage, das ist zu teuer und für ein Mädchen zu gefährlich. Also stehen sie vor der Wahl, entweder nach Hause zurückzukehren, damit Sara studieren kann, oder in Ankawa in der kleinen, teuren Mietwohnung zu bleiben, damit Rina medizinisch versorgt werden kann. Über ein Einkommen verfügen die Frauen nicht, sie sind auf die Hilfe von anderen Christen, von der Kirche, von wohlmeinenden Menschen angewiesen.
Die vier Frauen sind in einer besonders schwierigen Situation. Schon Männer bekommen in der viel zu schnell gewachsenen, von Inlandsflüchtlingen überschwemmten Metropole nur schwer eine Arbeitsstelle. Finden sie Arbeit, ist sie oft unterbezahlt. Selbst gut ausgebildete Lehrer haben oft noch einen zweiten Job wie zum Beispiel als Taxifahrer, um ihre Familie versorgen zu können. In der irakischen Gesellschaft versorgen Frauen in der Regel Mann, Kinder und das Haus, einer bezahlten Arbeit nachzugehen ist für Frauen zurzeit eher schwierig.

Brot des Lebens möchte sich für Witwen und Waisenkinder einsetzen, die vom Islamischen Staat vertrieben wurden. Wir möchten den verfolgten und unterdrückten Christen im Nordirak zur Seite stehen.

Wenn Sie eine Patenschaft für eine christliche Familie wie Witwe S. und ihre Töchter übernehmen möchten, melden Sie sich bei uns. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und vermitteln Ihnen eine Patenschaft im Irak.

Winterhilfe für Greta – Holz und Decken für Familien

Armenien. Tag für Tag wartet Greta, dass ihr Mann aus Russland Geld schickt. Sie bettelt bei ihrem Vermieter um Aufschub der Mietzahlung. Doch ihr Mann Geld schickt kein Geld und so ist die Geduld ihres Vermieters irgendwann zu Ende und Greta der Verzweiflung nahe. Es kommt der Tag, da steht sie mit ihren vier Kindern auf der Straße. Irgendjemand erzählt ihr, dass im Blechwagendorf am Stadtrand von Vanadzor ein Wohncontainer frei geworden ist. Um wenigstens ein Dach über dem Kopf zu haben, geht sie mit ihren Kindern dorthin. Der Container hat nur einen kleinen Blechofen, den sie mit Holz befeuern muss, damit sie kochen kann und ihre Kinder es warm haben. Geht das Feuer aus, wird es rasch sehr kalt in der kleinen Hütte. Greta und ihre Kinder versuchen im Wald etwas Holz zu sammeln, aber es ist viel zu wenig, um ihre Behausung den ganzen Tag warm zu halten. Greta spart sich das Essen vom Mund ab und versucht stark zu sein für ihre Kinder. Nachts liegt sie dicht gedrängt mit ihren Kindern, sie versuchen sich gegenseitig warm zu halten. Stundenlang ist sie wach, sie kann nicht schlafen vor Kälte und Sorgen. Wie soll es weitergehen?
Das alles war vor vier Jahren. Als Greta Aslikian damals ins „Karadok“, das Dörfchen einzog, bat sie Brot des Lebens um ein Lebensmittelpaket. Ihr Mann Artur war kurz darauf mit leeren Händen aus Russland zu seiner Familie zurückgekehrt. Niemand hatte dem Handwerker Arbeit und Lohn gegeben. Im Sommer kann er manchmal auf einer Baustelle arbeiten, aber im Winter gibt es keine Arbeit. Unsere Mitarbeiterin Karina Katchatrian lud Greta zum Frauenbibelkreis ein. „Greta glaubte nicht an Gott. Sie war völlig verzweifelt. Dank den Spendern in Deutschland konnten wir Greta jeden Monat ein Lebensmittelpaket geben. Jetzt hat sie wenigstens jeden Monat Nudeln, Reis, Öl, Zucker und Waschmittel für ihre Kinder. Diesen Winter ist es wie fast jedes Jahr hier wieder sehr kalt. Wir hatten Nächte mit 25 Grad minus – die Kälte für die Menschen im Containerdorf ist schlimm. Viele sind krank geworden. Wir haben an über 100 Familien Holz und an bedürftige Familien Decken ausgegeben. Familie Aslikian hat unsre Hilfe das Leben gerettet.“

Dick angezogen sitzt Greta mit einigen anderen Frauen im „Kirchen-Container“ wie sie ihn nennen und gemeinsam singen sie zu Gott. Er ist für viele hier die einzige Hoffnung geworden. Sie mussten erleben, dass Menschen nicht helfen können. Greta lies sich von Karina Katchatrian in die Kirche einladen. Keinen Sonntag fehlt sie mehr dort. Sie hat begonnen zu beten und erlebt, wie Gott ihre Gebete erhört. Dass sie von Brot des Lebens unterstützt wird, sieht sie als Hilfe von Gott an.
Ihren 8-jährigen Wresch Aslikian konnte Brot des Lebens als Patenkind vermitteln. Für Lebensmittel, Holz und Decken bedanken sich Greta und Artur Aslikian von Herzen bei unseren Spendern: „Wir waren am Ende und jetzt sind wir voller Hoffnung, dass alles gut wird. Gott segne Sie – vielen Dank!“

Weihnachtspakete bringen Freude in Bosnien

Mit freiwilligen Helfern aus Süddeutschland haben wir Lebensmittel in Bosnien-Herzegowina verteilt. 1500 arme Familien bekamen Lebensmittel für Weihnachten.

Auch Weihnachtsgeschenke wurden an 3000 Kinder überreicht. Zuvor waren sie in Deutschland von zahlreichen kleinen und großen Spendern liebevoll gepackt worden. Fast die Hälfte davon wurden im November 2016 in der Gegend von Ulm in Schulen, Kindergärten und Kirchen gesammelt. Die Kinderpäckchen und Grundnahrungsmittel wurden in und um Brcko und bei Tuzla an notleidende Menschen ausgeteilt.

Ein leerer Schubkarren nach dem anderen reiht sich am Wegesrand auf. Daneben stehen plaudernd Menschen, einige haben in ihrem mitgebrachten Karren Platz genommen. Es sind hauptsächlich alte Menschen, die einen anstrengenden Fußmarsch hinter sich haben. Manche sind mit einem Pferdefuhrwerk oder einem Traktor gekommen. Alle warten trotz Minusgraden geduldig auf den angesagten Transport aus Deutschland. Die Lebensmittel sind eine große Hilfe für Menschen, die kein Einkommen haben und nur von einer geringen Rente leben müssen.
Seit dem Jugoslawienkrieg vor über 20 Jahren kommt BdL kurz vor Weihnachten mit den Hilfsgütern in die Region. „Jahr um Jahr hoffen wir, dass sich die Lebenssituation der Menschen hier so verbessert hat, dass wir nicht mehr kommen müssen. Aber jedes Mal erschrecken wir neu, wie hart die Menschen hier oben in den Bergen um ihr tägliches Überleben kämpfen,“ berichtet Drago Simeunovic aus Bernstadt. Der Vorsitzende von BdL organisiert und begleitet den Transport aus Ulm schon seit einigen Jahren.

Die Ladeklappen des LKW öffnen sich und die Menschen drängen näher. Der Ortsvorsteher ruft die Empfänger einzeln auf. Sie weisen sich aus und nehmen ihr Paket von den Mitarbeitern von Brot des Lebens in Empfang. Zuvor wurde mit den Behörden eine Liste der Bedürftigen in den einzelnen Orten erstellt. Drago Simeunovic erfährt von ihnen, dass offiziell 50 % der Bosnier arbeitslos sind. Der Rest schlägt sich mit Minijobs oder als Tagelöhner durch. Eine Frau spricht ein wenig Deutsch und erzählt, im Sommer arbeite sie als Erntehelferin auf Gurken- und Erdbeerfeldern. Im Winter finde sie keine Arbeit, sie sei darum über jede Hilfe froh und dankbar.

Beim Verteilen der Güter macht der christlich-humanitäre Hilfsdienst keinen Unterschied zwischen Christen und Muslimen. „Wir helfen Bedürftigen, die am Existenzminimum leben,“ berichtet Drago Simeunovic. So besuchen sie auch eine Roma-Siedlung, in der extreme Armut und Not herrscht. Der Pastor, der die Siedlung betreut, berichtet: „Ich wundere mich, wie die Leute ihren Lebensunterhalt bestreiten, sie haben keine Einkommen und keine Sozialleistungen. Aber sie jammern nicht, sondern sind froh, dass Friede herrscht. Die Politiker der einzelnen Volksgruppen, die hier in Bosnien-Herzegowina gemischt leben, suchen jeweils für ihr Volk das Beste. Muslimische Bosnier, orthodoxe Serben und katholische Kroaten drohen einander immer wieder mit Krieg.“

Nach 10 Tagen fährt das ehrenamtliche Team mit den leeren LKWs nach Deutschland zurück. „In dieser schwierigen Situation haben wir zutiefst dankbare Menschen angetroffen. Viele haben betont, wie wichtig die Hilfe und unsere jährliche Wiederkehr ist,“ erzählt Drago Simeunovic und seine Mitstreiter schmunzelnd. „Aber ganz besonders haben sich die Kinder gefreut, die in jeder Schule in lautes Jubelgeschrei ausbrachen, wenn wir vorfuhren. Wir sind sehr dankbar, dass unsere Spender aus dem Enzkreis uns bei dieser Aktion wieder so unterstützt haben.“

Paten gesucht

Helfen, damit Menschen lieber früher als später auf eigenen Beinen stehen können, das ist das Motto von Brot des Lebens.
Manchmal kann diese Hilfe aber über viele Jahre nötig sein. Dann müssen Kinder oder Familien, die in extremer Not sind, begleitet werden. Patenschaften sind solche Begleiter.
Für die rumänische Familie Marcu in Bran suchen wir dringend Paten.
Am 12. Dezember 2015 haben Vasile und seine Frau Alexandra in ihrem Haus die Wände gestrichen. Die beiden haben zusammen sechs Kinder: Cristian, Maria, Sabina, David und Paul besuchen die Schule und ihre jüngste Tochter Debora geht in den Kindergarten. Um das Haus kurz vor Weihnachten auf Vordermann zu bringen, halfen alle fleißig mit. In der ganzen Familie herrschte Vorfreude, die sich mit einem mal wendete: An diesem Abend starb Vater Vasile ganz plötzlich nach den Streicharbeiten, an einem Herzschlag. Als wir von dem Unglück erfuhren, besuchten wir die Familie. Mutter Alexandra ist mit den Nerven am Ende. Immer wieder weint sie, während unseres Gesprächs. Sie macht sich Sorgen, denn sie weiß nicht, wie sie die nächsten Tage und Wochen bestreiten soll. Weil ihre Kinder noch klein sind, wird sie Zuhause gebraucht und kann nicht arbeiten gehen. Ihre einziges Einkommen ist das Kindergeld, das nicht ausreicht. Sie hofft, Rente vom verstorbenen Vater ihrer Kinder zu erhalten. Aber dies ist trotzdem viel zu wenig. Erhält sie keine weitere Hilfe, müssen die Kinder die Schule abbrechen und können keine Ausbildung machen. Alexandra würde es das Herz brechen. Diese Familie möchten wir unterstützen. Unser Mitarbeiter aus Rumänien schreibt: „Es wäre eine himmlische Hilfe für Alexandra und ihre sechs Kinder, wenn wir Paten für sie finden könnten.“ Mit einer Patenschaft unterstützen Sie diese Familie und helfen wesentlich, ihre Lebensumstände zu verbessern. Alexandra wüsste sich nicht mehr alleine, durch Ihre regelmäßige Unterstützung und Gebete. Sie würde sich glücklich schätzen, in Deutschland eine Patenfamilie zu haben, die sie unterstützt. Durch eine Patenschaft wird sie mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Schulmaterial und Kleidern versorgt. Gerne können Sie auch in Armenien, Serbien oder Bosnien eine Patenschaft übernehmen. Bei Interesse stellen wir Ihnen gerne Ihr Patenkind, eine Familie oder eine verarmte Oma vor. Nähere Informationen dazu finden Sie auch auf unserer Homepage www.brot-deslebens.org – reinschauen lohnt sich auf jeden Fall.

Mehl für Bosnien

Jedes Frühjahr verteilen wir in Bosnien Mehl an Familien mit vielen Kindern. Die Arbeitslosigkeit auf dem Balkan, insbesondere in Bosnien-Herzegowina ist groß. Besonders in den ländlichen Gebieten ist es aussichtslos eine feste Anstellung zu bekommen. Im Sommer arbeitet wer kann als Erntehelfer. Doch im Frühjahr, wenn die Vorräte zur Neige gehen und es noch keine Arbeitsmöglichkeiten gibt, haben es viele Familien schwer.
Deshalb verteilen wir dort Mehl, wo wir feststellen, dass sich Familien in einer prekären Notlage befinden.
Wir möchten 200 Familien mit je 100 Kilo Mehl versorgen. Das kostet je Familie 27 Euro. Im Namen dieser Familien möchten wir uns heute schon bei Ihnen bedanken. Bewahren Sie eine Familie vor dem Hunger und spenden Sie unter der …

Projektnummer: 40-3010

Neues Projekt: Hilfe für Roma-Familien

Sie sind unbeliebt und arm, die Roma in Serbien, Rumänien und Mazedonien. Das eine bedingt häufig das andere. Niemand will diesen Menschen Arbeit geben. Die Armut zwingt sie nicht selten zum Stehlen und einem Dieb schenkt wiederum niemand Vertrauen und stellt ihn demnach auch nicht ein.
In Serbien leben geschätzt eine halbe Million Roma, in Rumänien sind es zwei Millionen. Oft hat diese Minderheit keinen Fürsprecher und wird von Behörden und Ämtern vernachlässigt, oder gar schikaniert. Innerhalb der Roma gibt es 18 Untergruppen, die unterschiedliche Herkunft, Traditionen und Hautfarbe haben. Zudem hat jede Gruppe ihr eigenes Handwerk und ihre besondere Kultur.
Brot des Lebens sind diese Familien nicht egal. Unser Mitarbeiter berichtet: „Am Rande meines Dorfes wohnen ungefähr 100 Roma-Familien. Früher stellten sie Ziegeln für den Bau her, heute erhält nur selten jemand Arbeit. Ich stelle sie im Herbst als Erntehelfer ein und kenne sie sehr gut. Durch die Zusammenarbeit ist ein gegenseitiges Vertrauen gewachsen. Und ich habe Einblick bekommen in ihre Probleme. Oft wundere ich mich, wie sie ihre Situation verkraften und nicht an der Armut zerbrechen. Mir lässt ihre Not keine Ruhe. Wenig Geld zu haben bedeutet: fast kein Essen, fast kein Holz, fast kein Licht, wenig Kleider, ein ärmliches Häuschen, kaputte Zähne, kein Geld für Medikamente, kein Geld für Schule. Sie tun mir wirklich leid.“ Im Rahmen des Roma-Hilfsprojektes wollen wir der ärgsten Not dieser Familien Abhilfe schaffen.
Viele Roma-Familien haben versucht in Westeuropa Asyl zu erhalten. In Serbien treffen wir auf sehr arme Familien, die noch nicht einmal das Geld für die Reise nach Deutschland hatten. Nach dem Winter herrscht unter ihnen größter Mangel. Noch finden sie keine Arbeit bei den Bauern auf dem Feld.
In Leskowac verteilen wir im Mai an 300 Roma-Familien ein Paket das Hygieneartikeln, Waschpulver und Lebensmittel beinhalten wird. Das kostet 20 Euro pro Familie. Wir danken Ihnen im Voraus für die Unterstützung der Roma-Familien.

Projektnummer Roma-Hilfe: 20-3125

Lina Jacob und ihren Kindern soll weiter geholfen werden

Auf den Fotos sehen Sie Lina Jacobs Haus vor und nach dem Brand. Wie Sie sehen, konnte von Ihren Spenden zunächst ein neues Dach gebaut werden.
Im September 2015 hat Lina Jacobs Mann im Rausch das Haus seiner Familie angezündet und Selbstmord begangen. Völlig verzweifelt stand die hinterbliebene Familie nun da. Dank Ihrer Hilfsbereitschaft und großzügigen Spenden können wir Lina weiter beim Aufbau ihres Hauses helfen.

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Endlich träumen erlaubt – Schafe verändern alles

„Wenn wir genug Geld zusammen haben, werde ich ein Badezimmer mit einer Toilette bauen.“ Ist dieser Traum zu groß? Bislang war er es. Doch nun könnte sich dieser lang gehegte Wunsch von Georg und Monica Oltean bald erfüllen.
Als Georg von dem Schafprojekt von Brot des Lebens erfahren hat, meldete er sich bei uns und wurde auf eine Warteliste gesetzt. Dabei war er nicht der einzige. Bei rumänischen Bauern hatte Georg schon als junger Mann Schafe gehütet, aber er selbst besaß nie welche. Seine ersten eigenen Schafe erhielt der Familienvater im letzten Frühjahr von Brot des Lebens. Lange hatte er auf diesen Moment gewartet. Drei bis vier Monate im Jahr bewacht er als Hüter Äcker eines reichen Bauern, um dessen Kartoffeln und Zuckerrüben vor Felddieben zu schützen. Aber dabei verdient er nur wenig. Eine andere Arbeit konnte er bislang nicht finden. Georg ist herzkrank und leidet an starken Wassereinlagerungen an den Beinen. Deshalb muss er regelmäßig Medikamente einnehmen, die er allerdings selbst bezahlen muss. Er ist nicht krankenversichert, weil er keinen festen Arbeitsplatz hat. So kam die kleine Familie gerade so über die Runden. Immer hatte sich Monica gesorgt, wie sie ihren Kindern die Schulmaterialien bezahlen sollten, wenn es soweit wäre. „Sie haben nie gebettelt und waren immer dankbar für die Kleider die ich ihnen vorbeibrachte. Mutter Monica ist Hausfrau und hatte eine schwere Jugend, ohne Schule und ohne Ausbildung. Aber sie hält ihr Haus in Ordnung und versorgt ihre Kinder bestens,“ berichtet unser Mitarbeiter Hans-Otto Kasper nach seinem Besuch dort.
Seit sie nun Schafe haben, können sie gut leben. Von einem Schaf haben sie acht Kilogramm Käse. Außerdem ein Lamm, das im Herbst geschlachtet wird und dann die Wolle, die sie für Geld abgeben. Georg hat darüber hinaus noch andere Pläne. Er hofft, dass er einmal 20 Schafe halten wird. „Meine Kinder sollen nicht leiden, wenn sie groß sind und wir Hefte, Bücher und Kleider für sie brauchen werden, wenn sie in die Schule gehen. Bald habe ich genug Geld gespart. Ich will ein Badezimmer mit Toilette bauen, in den zwei Zimmern in denen wir Mieter sind. Ich kann das alles selbst machen und Ziegel, Zement, Kalk, und eine Badewanne kaufen.“
Wir sind begeistert von der positiven Entwicklung, die wir durch das Schafprojekt bei vielen Familien anstoßen können. Regelmäßig besucht unser Mitarbeiter diese Familien und erzählt ihnen von Gottes Liebe. Unterstützen Sie uns weiter, und spenden Sie fünf Schafe für eine Familie. Sie ist dann verpflichtet, im Jahr darauf ein Lamm an eine andere Familie in ähnlicher Lage abzugeben.

Projektnummer Schafzucht: 10-3520

Lebensmittelpakete helfen über den Winter

Die Menschen in der Armensiedlung in Nordarmenien sind uns seit über zehn Jahren ans Herz gewachsen. Wir begleiten sie und stehen ihnen in ihrer Not bei. Viele wohnen dort, weil sie alles verloren haben und sie kein Geld mehr haben, um ihre Miete zu bezahlen. Wer höchstens einen Aushilfsjob als Tagelöhner bekommt, ist froh, wenn er nicht hungern muss. So hat es manche junge Familie, leider aber auch Rentner in das Blechhüttendorf verschlagen. Leider sind wieder etliche Menschen dort verstorben, glücklicherweise niemand von unseren Patenfamilien.
Jeden Monat helfen wir 250 Familien mit einem Lebensmittelpaket. Ein Paket kostet 12,50 Euro. Nur mit dieser Hilfe, war es diesen Familien überhaupt möglich, über den Winter zu kommen. Bitte denken Sie an diese Menschen dort, an die Frauen und Kinder, die ohne diese Hilfe verzweifeln würden. Bitte beten sie für diese Familien! Wir bedanken uns im Namen der Paketempfänger sehr herzlich für alles was Sie tun.
Mit unseren Projekten in Armenien können sie den Menschen dort Mut machen

Familienpakete gegen Hunger: 70-3120
Frauenfrühstück: 703123

Kinderbibeln sind begehrt

Große Freude herrschte in der Grundschule im Dorf „Mina 1. Mai“ über Kinderbibeln.
Der Religionslehrer an dieser Schule hatte die Kinder lange ohne passenden Lesestoff und Lehrmaterial unterrichtet. Für die Arbeit mit Kindern sind ansprechende Bücher unerlässlich. Doch die Lehrer müssen ihren Religionsunterricht ohne Kinderbibeln gestalten. Hin und wieder teilt er ihnen ein Arbeitsblatt aus, doch die ersetzen keine Bücher. Nach der Ablösung des Kommunismus führte Rumänien in den Schulen wieder den Religionsunterricht ein. Die rumänische Regierung legt wert auf die Bildung von „Moral und Werten“ und unterstützt die Kirchen bei der Gestaltung eines entsprechenden Unterrichts. Obwohl in Siebenbürgen ein Großteil der Bevölkerung heute russisch-orthodox ist, besuchen viele Kinder gerne den evangelischen Religionsunterricht.
In einer Klasse konnten wir Kinderbibeln austeilen. Aber der Bedarf nach Kinderbibeln ist auch an anderen Schulen da. Der Lehrer war sehr froh über die Kinderbibeln und bedankte sich im Namen der Schule und der Kinder dafür. Zukünftig ist es viel einfacher für ihn, den Kindern den christlichen Glauben näher zu bringen, da die Bibeln außer den wichtigsten Geschichten auch kindgerechte Illustrationen enthalten. „Gerne würde ich für viele Klassen Bibeln kaufen und austeilen. Den Samen von Gottes Liebe in die jungen Kinderherzen zu säen ist wichtig, auch wenn man vielleicht nicht gleich ein Ergebnis sieht. Aber ich bin mir sicher, die Kinder werden nie vergessen, was sie in dieser Kinderbibel gelesen und durch sie gelernt haben,“ schreibt Hans-Otto von Brot des Lebens nach dem er Bibeln in der Schule der „Mina 1.Mai“ verteilt hat.
Herzlichen Dank an Sie, liebe Spender!

Haben Sie Sachspenden für Brot des Lebens?

Folgende Gegenstände nehmen wir weiterhin gern an:
Fahrräder, Plüschtiere unter 20 cm und kleine Autos, Werkzeuge, Gartengeräte, gebrauchte Briefmarken und Briefmarkensammlungen, Münzen, DM-Restbestände, Bestecke, gern auch Silberbestecke, gut erhaltene Bücher (keine Lexika, keine Romane)

erst ab März 2016 wieder: Kleider, Schuhe, Bettwäsche.